
Stand: 26.10.2026, Abend
1929: Kauf auf Kredit mit typisch etwa zehn Prozent Eigenanteil. Der Dow brauchte bis November 1954, um sein Hoch zurückzuholen (Federal Reserve History). 2000: Die Nasdaq stieg 1999 um 86 Prozent und lag im Oktober 2002 77 Prozent unter dem Hoch; ein neues Hoch kam im April 2015 (Goldman Sachs History). 2007 bis 2009: Der S&P 500 fiel um 57 Prozent, Häuserpreise um etwa 30 Prozent (Federal Reserve History). 2020: 34 Prozent Rückgang bis 23. März, dazu dreimal Handelsstopp (New York Fed). Alle Abrufe: 26.10.2026.
Aus 1929 nennen die Fed-Autoren zwei Lehren: Blasen zu erkennen und mit Geldpolitik zu bremsen sei schwierig und könne unerwünschte Nebenwirkungen haben, und die Schäden eines Crashs ließen sich eindämmen, wenn die Notenbank dem Muster der New Yorker Fed von 1929 folge. Das sind Lehren für Notenbanken. Für dich als Leserin oder Leser bleiben nüchterne Fragen: Wie viel Kredit steckt in einer Entwicklung? Wie hoch ist der Preis im Verhältnis zu dem, was ein Unternehmen verdient? Wie breit ist ein Portfolio gestreut? Dazu der Glossar-Eintrag Diversifikation und der Artikel zu Bullen- und Bärenmärkten.
Vier Fälle ergeben kein Gesetz. Jede Krise hatte eigene Auslöser. Die Geschichte zeigt, dass es Einbrüche gab und wie sie verliefen, nicht wann der nächste kommt oder wie er endet. Ein Rezept für den richtigen Zeitpunkt von Käufen oder Verkäufen lässt sich daraus nicht belegen. Die Einzelfälle: 1929, Dotcom, 2008, 2020. Keine Anlageberatung.
Die Quellen belegen Muster wie Kreditverstärkung, aber keine feste Wiederholung. Jeder Fall hatte eigene Auslöser.
Die Fed-Autoren schreiben, dass das Erkennen von Blasen schwierig ist. Für einen sicheren Zeitpunkt gibt es in den Quellen keinen Beleg.
Das hängt von der Frage ab. Als Beobachtung zieht sich Kredit als Verstärker durch den Fall 1929. Eine Handlungsempfehlung ist das nicht.