
Stand: 26.10.2026, Abend
Nach der Federal Reserve sank das reale US-Bruttoinlandsprodukt vom vierten Quartal 2007 bis zum zweiten Quartal 2009 um 4,3 Prozent, der größte Rückgang der Nachkriegszeit. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2007 bei 5 Prozent, im Juni 2009 bei 9,5 Prozent und erreichte im Oktober 2009 mit 10 Prozent ihren Höchststand. Die Häuserpreise fielen von Mitte 2006 bis Mitte 2009 im Mittel um etwa 30 Prozent. Das Nettovermögen der privaten Haushalte und Organisationen ging von rund 69 auf rund 55 Billionen US-Dollar zurück (Federal Reserve History, abgerufen 26.10.2026).
Die Fed senkte den Leitzins von 5,25 Prozent im September 2007 auf eine Spanne von 0 bis 0,25 Prozent im Dezember 2008. Danach nutzte sie Forward Guidance, also Aussagen zum erwarteten Zinspfad, sowie Kreditprogramme und große Wertpapierkäufe. Im November 2008 kündigte sie den Kauf von Hypothekenpapieren und Schuldtiteln von Immobilien-Agenturen an. Weltweit kamen Konjunkturprogramme dazu (Federal Reserve History). Den Begriff dazu erklärt der Artikel zur quantitativen Lockerung.
Die Krise zeigt, wie ein Teilmarkt, hier der Immobilienmarkt, die ganze Wirtschaft erfassen kann. Sie zeigt auch den zeitlichen Abstand von Kursen und Wirtschaftsdaten: Das Kurstief im März 2009 lag vor dem Ende der Rezession im Juni 2009. Zum Rahmen: Börsenzyklen, zu den Lehren: Lehren aus Crashs. Keine Anlageberatung.
Weil der Immobilienmarkt laut Fed das Zentrum der Krise war, die Folgen aber Wirtschaft und Finanzmärkte insgesamt erfassten.
Nach Federal Reserve History fiel der S&P 500 vom Hoch im Oktober 2007 bis zum Tief im März 2009 um 57 Prozent.
Nein. Der Artikel ordnet nur diese Krise ein. Weitere Fälle: 1929, Dotcom-Blase 2000 bis 2002, Corona-Einbruch 2020.