FA WISSEN / LERNPFAD
Nachhaltig anlegen: ESG verstehen
Fonds heißt „nachhaltig“ - aber woran erkenne ich, was dahinter steckt?
Nachhaltig, grün, ESG: Viele Fonds und ETFs tragen solche Namen, aber einheitlich definiert ist der Begriff nicht. Dieser Pfad erklärt zuerst, was ESG meint, dann die zwei EU-Regelwerke dahinter, die Offenlegungsverordnung und die Taxonomie. Danach geht es um Greenwashing, um die gängigen Strategien nachhaltiger Fonds und ETFs und um die Frage, was sich über Rendite und Nachhaltigkeit belegen lässt. Du lernst, Produktangaben zu lesen, nicht, ein Produkt auszuwählen.
- Zielgruppe
- Alle
- Dauer
- ca. 2 Stunden
- Voraussetzungen
- Lernpfad 04 (ETF-Einstieg) hilft; Lernpfad 14 (Fondskosten durchschauen) ist eine gute Ergänzung.
- Lernziel
- Du verstehst ESG-Kriterien, Offenlegungsverordnung und Greenwashing-Risiken.
Schritte
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ESG verstehen: Was Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bedeuten
Der Rahmen: Was ESG meint und warum es keine einheitliche Definition gibt.
SFDR: Was „Artikel 8“ und „Artikel 9“ bedeuten und was sich ändern soll
Die Einstufung: Artikel 6, 8 und 9 der SFDR und der Stand der Reform.
Greenwashing erkennen: Woran du nachhaltige Versprechen prüfst
Die Prüfung: Warum Namen nichts garantieren und welche Fragen helfen.
Nachhaltige ETFs: Ausschlüsse, Best-in-Class und weitere Ansätze
Die Strategien: Ausschlüsse, Best-in-Progress, Impact und ETF-Besonderheiten.
Rendite und Nachhaltigkeit: Was sich belegen lässt und was nicht
Die Erwartung: Was sich zu Rendite und Nachhaltigkeit sagen lässt und was nicht.
EU-Taxonomie erklärt: Wann eine Tätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt
Die Klassifikation: Wann eine Tätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt.
Begriffe auf diesem Weg
InvestmentfondsETFDiversifikation
Abschluss-Check
Aufgaben
Überlege zuerst selbst, dann klappe die Musterlösung auf.
Ein Fonds heißt „Green Future“ und wirbt mit Nachhaltigkeit. Welche drei Dinge prüfst du in den Produktunterlagen, bevor du den Namen ernst nimmst?
Erstens die konkreten Ausschlüsse und wo sie stehen. Zweitens den Anteil der Investitionen, der die genannten ökologischen oder sozialen Merkmale erfüllt. Drittens, ob die größten Positionen zum Versprechen im Namen passen. Der Name allein garantiert laut BaFin keine tatsächliche Nachhaltigkeit.
In den Unterlagen steht „Artikel 8 SFDR“. Was sagt dir das, und was sagt es nicht?
Artikel 8 bedeutet, dass das Produkt ökologische oder soziale Merkmale bewirbt und dafür zusätzliche Angaben machen muss. Es ist kein staatliches Gütesiegel und sagt nichts über Rendite, Kosten oder Risiko. Die Kategorien sollen nach einem Kommissionsvorschlag vom 20.11.2025 neu geordnet werden; beschlossen ist das Stand 26.10.2026 nicht.
Zwei nachhaltige Indexfonds unterscheiden sich in Ausschlüssen und Streuung. Wie vergleichst du sie fair?
Nach den Index-Regeln und Ausschlüssen, der Streuung, der Replikationsmethode und den Gesamtkosten. Vergangene Wertentwicklung gehört dazu, aber ein einzelner Zeitraum sagt nichts über die Zukunft.
Quiz-Selbsttest
Antworte zuerst im Kopf, dann klappe die Antwort auf.
Wofür steht ESG?
Environment, Social, Governance: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Welche Kriterien muss eine Tätigkeit nach der EU-Taxonomie erfüllen?
Sie muss wesentlich zu einem Umweltziel beitragen, keines der Umweltziele erheblich beeinträchtigen, Mindestschutzmaßnahmen einhalten und die technischen Bewertungskriterien erfüllen.
Danach weiter mit
- Anlegerpsychologie: warum wir Geld falsch entscheiden - Nachhaltigkeit ist eine Frage der Werte, Entscheidungen fallen aber auch im Kopf: Als Nächstes geht es um typische Verhaltensfehler bei Geldanlagen.
Allgemeine Information, keine Anlageberatung. Risikohinweis