FA WISSEN / LERNPFAD
Charttechnik-Basics ohne Mythen
Linien, Kerzen, Muster - was davon ist Werkzeug, was Mythos?
Charts sind überall - und ebenso überall werden sie überlesen. Dieser Pfad zeigt dir die Grundlagen der Charttechnik ohne die Mythologie: die drei Chartarten, Trends und markante Zonen, die 100-Tage-Linie und die gleitenden Durchschnitte dahinter, Volumen und Momentum als Begleitgrößen - und zum Schluss eine ehrliche Bilanz der Grenzen. Du lernst, Linien als Orientierung zu nutzen, ohne ihnen die Zukunft anzuvertrauen.
- Zielgruppe
- Alle
- Dauer
- ca. 2 Stunden
- Voraussetzungen
- Lernpfad 07 (Börsenmeldungen lesen) oder ein vertrauter Umgang mit Kursansichten.
- Lernziel
- Du liest Charts als Orientierung und kennst die Grenzen jeder Linie.
Schritte
Dein Fortschritt bleibt nur auf diesem Gerät gespeichert (localStorage), nicht auf einem Server.
Chartarten erklärt: Linie, Balken und Kerzen im Vergleich
Das Handwerkszeug: Linie, Balken und Kerzen - und was jede Darstellung zeigt.
Trend, Unterstützung, Widerstand: Linien mit System
Die Richtung: Trendlängen und markante Zonen sauber einordnen.
Die 100-Tage-Linie einfach erklärt
Die bekannteste Linie: Was die 100-Tage-Linie aussagt - und was nicht.
Gleitende Durchschnitte: Die Glättung hinter den Linien
Die Rechnung dahinter: Wie Glättung funktioniert und was sie kostet.
Volumen und Momentum: Die zweite Zeile unter dem Kurs
Die Begleitgrößen: Beteiligung und Tempo unter dem Kursbild.
Grenzen der Charttechnik: Was Linien nicht leisten
Die ehrliche Bilanz: Was Linien leisten und wo sie enden.
Begriffe auf diesem Weg
Abschluss-Check
Aufgaben
Überlege zuerst selbst, dann klappe die Musterlösung auf.
Ein Bekannter zeigt dir einen Chart mit eingezeichnetem Dreieck und sagt: Wenn die Spitze bricht, geht es sicher nach oben. Was antwortest du mit diesem Pfad?
Dass die Chartanalyse aus vergangenen Verläufen Rückschlüsse zieht und Wiederholung annimmt - eine Verhaltensbeobachtung, kein Gesetz. Das Dreieck beschreibt bisheriges Verhalten; ob es bricht und was dann passiert, ist offen. Neue Informationen können jedes Muster überholen. Als Orientierung in Ordnung, als Versprechen nicht.
Die 100-Tage-Linie einer Aktie steigt seit Monaten, der Kurs rutscht gerade darunter. Was hast du beobachtet - und was folgt daraus nicht?
Beobachtet: Die Linie mittelt hundert Tage und läuft dem Kurs hinterher; der Kurs liegt jetzt unter seinem Durchschnitt - eine Lagebeobachtung. Nicht folgen: ein automatisches Handelssignal. Die Linie kennt weder die Nachrichtenlage noch deine Anlagegründe.
Eine Aktie springt an einem Tag um acht Prozent - auf sehr dünnem Volumen. Wie ordnest du die Bewegung ein?
Dünnes Volumen heißt wenig Beteiligung: Wenige Orders konnten den Kurs weit bewegen. Die Bewegung ist real, aber als Signal brüchig; Gewicht bekommt sie erst mit Beteiligung oder mit bestätigenden Informationen.
Quiz-Selbsttest
Antworte zuerst im Kopf, dann klappe die Antwort auf.
Was ist ein Chart im Sinne des Börsenlexikons der Wiener Börse?
Die grafische Darstellung einer Preisentwicklung - eine Sicht auf vergangene Kurse, keine Vorschau auf kommende.
Welche drei Trendlängen unterscheidet das Börsenlexikon der Wiener Börse?
Primärtrend (länger als ein Jahr), Sekundärtrend (drei Wochen bis mehrere Monate) und Tertiärtrend (unter drei Wochen) - jeweils aufwärts, abwärts oder seitwärts möglich.
Allgemeine Information, keine Anlageberatung. Risikohinweis