
Stand: 24.10.2026, früher Morgen
Der deutsche Aktienmarkt hat die verkürzte Sicht auf die Woche mit Verlusten beendet. Der Dax schloss am Freitag, 23. Oktober 2026, bei 25.181,65 Punkten, ein Tagesminus von 0,75 Prozent (Xetra-Schluss, 17:50 Uhr). Auf Wochensicht steht ein Minus von 1,72 Prozent, seit Jahresbeginn bleibt ein Plus von 2,82 Prozent (Angaben: MarketScreener/Dow Jones, 23.10., 17:53 Uhr).
Zwei Belastungsfaktoren dominierten den Freitag nach der Darstellung von Dow Jones: ein kräftiger Anstieg des Ölpreises - Brent kletterte über 116 US-Dollar je Barrel - und schwach aufgenommene Unternehmenszahlen. Kursgewinner in Europa waren dem Bericht zufolge fast nur Ölwerte, von denen der deutsche Leitindex keine enthält. Zu den nennenswerten Tagesbewegungen zählten Deutsche Telekom mit minus 3,17 Prozent und Safran mit minus 10 Prozent. Bereits am Donnerstag hatte der Index 1,07 Prozent verloren, als ein Ausverkauf bei US-Technologiewerten das Bild prägte.
Unter Druck stand am Freitag auch der Anleihemarkt: Die Renditedifferenz zwischen zehnjährigen französischen und deutschen Staatsanleihen stieg nach Angaben von Dow Jones auf 172 Basispunkte, den höchsten Stand seit Zeiten der Schuldenkrise. Hintergrund war die Sorge vor einer möglichen Herabstufung der französischen Bonität durch Moody's am Abend. Diese ist nicht eingetreten: Moody's bestätigte die Note Aa3 (mit negativem Ausblick), wie das Wall Street Journal und der französische Sender franceinfo übereinstimmend berichteten. Details: Rating-Einordnung.
Am Freitag lieferte S&P Global die ersten Oktober-Daten zum Einkaufsmanagerindex: Der Gesamtindex für die deutsche Privatwirtschaft fiel auf 52,8 Punkte und damit schwächer aus als erwartet, blieb aber über der Wachstumsschwelle von 50. Die Details stehen im PMI-Artikel.
Einordnung: Rückblick mit Quellen und Uhrzeiten versehen. Keine Anlageberatung.
Mit einem Verlust: Freitagsschluss 25.181,65 Punkte (-0,75 Prozent, Xetra), Wochenbilanz minus 1,72 Prozent. Seit Jahresbeginn bleibt ein Plus von 2,82 Prozent (MarketScreener/Dow Jones, 23.10.).
Laut Dow Jones belasteten ein starker Ölpreisanstieg (Brent über 116 US-Dollar) und schwach aufgenommene Unternehmenszahlen. Zusätzlich drückte die Sorge um den französischen Anleihemarkt, die sich am Abend mit der Rating-Bestätigung auflöste.
Die Note Aa3 bleibt bestehen, der Ausblick ist negativ. Die am Freitag gehandelte Angst vor einer sofortigen Abstufung ist damit vorerst vom Tisch. Mehr im Artikel zur <a href="/artikel/frankreich-rating-moodys/">Rating-Entscheidung</a>.