
Stand: 24.10.2026, früher Morgen
Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs in ihrer turnusmäßigen Überprüfung am Freitagabend, 23. Oktober 2026, unverändert bei Aa3 belassen, mit negativem Ausblick. Das berichten das Wall Street Journal und der französische Sender franceinfo übereinstimmend. Das Wall Street Journal führt als Begründung der Agentur die diversifizierte Wirtschaft und starke öffentliche Institutionen des Landes an.
Bei Moody's rangiert Aa3 auf der vierthöchsten Stufe der Ratingskala (oberhalb: Aaa, Aa1, Aa2). Note Aa steht für eine sehr geringe Kreditausfallwahrscheinlichkeit. Ein negativer Ausblick signalisiert: Die Agentur sieht Abwärtsrisiken, eine Herabstufung ist innerhalb des Ausblickshorizonts möglich - aber eben keine Entscheidung für heute.
Die Überprüfung war am Markt erwartet worden und hatte am Freitag für Nervosität gesorgt: Die Renditedifferenz (Spread) zwischen zehnjährigen französischen Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen stieg nach Angaben von Dow Jones auf 172 Basispunkte - den höchsten Stand seit Zeiten der Schuldenkrise. Was ein solcher Spread mechanisch aussagt, erklärt unser Einordnungs-Artikel.
Ein bestätigtes Rating ist zunächst ein Stabilitätssignal: Die am Freitag eingepreiste Angst vor einer sofortigen Abstufung entfällt. Der negative Ausblick bleibt bestehen - die nächste Überprüfung kann erneut zur Marktnachricht werden. Wir berichten die Marktfakten, keine politische Bewertung. Keine Anlageberatung.
Die Note Aa3 bleibt bestehen, der Ausblick bleibt negativ (Entscheidung vom 23.10.2026, gemeldet von WSJ und franceinfo).
Der Spread französischer zu deutschen 10-jährigen Anleihen stieg am Freitag auf 172 Basispunkte, den höchsten Stand seit der Schuldenkrise (Dow Jones).
Die Agentur sieht Abwärtsrisiken: Eine Herabstufung ist innerhalb des Horizonts möglich, aber nicht beschlossen.