
Der letzte Oktober-Samstag bringt an den Börsen Ruhe - die Parketts bleiben geschlossen. Zeit für den Blick auf das, was am Freitag noch an Unternehmensnachrichten hereinkam: Forvia Hella hat Neunmonatszahlen vorgelegt, Stratec trennt sich von einem Verlustgeschäft, und ein Bloomberg-Bericht zum geplanten Westinghouse-Börsengang sorgt für Gesprächsstoff. Der Überblick am Mittag.
An diesem Samstag findet kein Handel an den Aktienbörsen statt. Zur Erinnerung die Schlussstände vom Freitag: Der DAX beendete die Woche laut dpa-Bericht bei einem Xetra-Schluss von 25.818 Punkten (-0,9 Prozent; FinanzNachrichten). Die Kursseite von tagesschau.de zeigt zum selben Zeitpunkt 25.818,21 Punkte (-0,85 Prozent), Kurszeit 30. Oktober, 17:50 Uhr (Abruf heute 11:36 Uhr). In den USA schlossen am Freitag ("Schluss gestern"): Dow Jones 51.770,31 Punkte (-1,09 Prozent), S&P 500 7.580,07 Punkte (-1,82 Prozent), Nasdaq Composite 25.437,00 Punkte (-2,86 Prozent). Aktuelle Kurse ab Montag wieder auf finanz-adjust.de/maerkte/.
ROUNDUP: Forvia Hella mit stabilem Umsatz - Ergebnis geht zurück (FinanzNachrichten). Der Lippstädter Autozulieferer hat seine Neunmonatszahlen vorgelegt: Der währungsbereinigte Umsatz stieg um 1,0 Prozent auf 5,925 Milliarden Euro - und das, obwohl die weltweite Leichtfahrzeug-Produktion im selben Zeitraum um 0,7 Prozent zurückging. Das operative Ergebnis fiel von 338 auf 294 Millionen Euro, die Marge sank von 5,8 auf 5,0 Prozent. Der Netto-Cashflow rutschte mit minus 99 Millionen Euro ins Minus (Vorjahr: plus 68 Millionen). Erstmals ist die Elektronik-Sparte (plus 5,2 Prozent auf 2,712 Milliarden Euro, getragen von 77-GHz-Radarsensoren und Steuergeräten) das größte Geschäftsfeld der Firmengeschichte, während das Leuchtengeschäft um 6,3 Prozent auf 2,563 Milliarden Euro schrumpfte. Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen: währungsbereinigter Umsatz von rund 7,4 bis 7,9 Milliarden Euro (jetzt obere Hälfte erwartet), operative Marge von 5,4 bis 6,0 Prozent (eher unteres Ende). (Unternehmensmeldung Forvia Hella)
EQS-Adhoc: STRATEC VERKAUFT VERLUSTBRINGENDEN GESCHÄFTSBEREICH, NIMMT WERTMINDERUNGEN VOR UND PASST AUSBLICK AN (FinanzNachrichten). Der Medizintechnik-Zulieferer Stratec hat am Freitagabend per Pflichtmitteilung den Verkauf eines verlustbringenden Geschäftsbereichs, Wertminderungen und eine angepasste Prognose bekannt gegeben.
Westinghouse Börsengang: Bloomberg nennt über 50 Milliarden Dollar Bewertung - woher kommt das Uran für den Reaktor-Boom? (FinanzNachrichten). Hintergrund: Bloomberg hatte bereits Mitte September berichtet, dass der Kernkraftwerk-Hersteller Westinghouse bei einem Börsengang in den USA eine Bewertung von mehr als 50 Milliarden US-Dollar anstrebt (Bloomberg, 18. September 2026). Einen konkreten Termin oder eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt es bislang nicht.
Mohawk Industries kündigt Aktienrückkauf im Umfang von 500 Millionen US-Dollar an (FinanzNachrichten). Der US-Bodenbelagshersteller hat strategische Leitlinien und ein Kapitalallokationskonzept vorgestellt, das eine neue Rückkaufermächtigung über 500 Millionen US-Dollar umfasst.
hep global rechnet erst in 2027 mit Refinanzierungsabschluss - Green Bond-Rückzahlung im Fokus (FinanzNachrichten). Der Solarpark-Betreiber erwartet den Abschluss seiner Refinanzierungsgespräche erst im Geschäftsjahr 2027.
Rekordgewinne der Banken auf papiernen Füßen (FinanzNachrichten). Ein Hintergrundstück hinterfragt die Nachhaltigkeit der zuletzt gemeldeten Rekordgewinne russischer Banken.
Die Zahlen von Forvia Hella zeigen exemplarisch, was die deutsche Zulieferindustrie gerade umtreibt: Umsatz halten, Marge unter Druck. Ein Prozentpunkt weniger operative Marge bei stabilem Umsatz - das Unternehmen verweist auf Preissteigerungen bei elektronischen Bauteilen und ein schwächeres Branchenumfeld, in dem die weltweite Fahrzeugproduktion rückläufig ist. Dass ausgerechnet die Elektronik-Sparte mit Radarsensoren und Steuergeräten erstmals das größte Geschäftsfeld wird, während das klassische Leuchtengeschäft schrumpft, zeigt die Richtung der Branchentransformation. Auch Stratecs Trennung von einem Verlustgeschäft und die Skepsis gegenüber den Rekordgewinnen russischer Banken passen ins Bild: Unternehmen sortieren ihre Portfolios neu. Was solche Bilanzkennzahlen bedeuten, erklären wir im finanz-adjust.de Glossar und in unseren Lernpfaden. Den Marktrückblick der Woche finden Sie in unserem Morgen-Überblick.
Der währungsbereinigte Umsatz stieg um 1,0 Prozent auf 5,925 Milliarden Euro, während die weltweite Leichtfahrzeug-Produktion um 0,7 Prozent zurückging. Das operative Ergebnis fiel von 338 auf 294 Millionen Euro, die Marge sank von 5,8 auf 5,0 Prozent. Erstmals ist die Elektronik-Sparte das größte Geschäftsfeld. Die Jahresprognose wurde bestätigt.
Der Medizintechnik-Zulieferer Stratec gab per Ad-hoc-Mitteilung bekannt, einen verlustbringenden Geschäftsbereich zu verkaufen, Wertminderungen vorzunehmen und seinen Ausblick anzupassen. Details stehen in der Pflichtmitteilung des Unternehmens.