
Stand: 26.10.2026, Abend
Die BaFin beschreibt ein wiederkehrendes Muster. Du wirst per Telefon, Mail oder Social Media angesprochen und bekommst schnelle, hohe Gewinne versprochen. Die vermeintlichen Berater geben sich als Mitarbeiter seriöser Firmen aus. Für die Zahlung sollst du ein Konto bei einem Krypto-Handelsplatz einrichten, das Geld wird in Bitcoin umgewandelt, landet aber in der Wallet der Täter. Die angezeigten Kontostände und Gewinne sind laut BaFin gefälscht.
Unaufgeforderter Anruf oder Nachricht zu Geldanlagen. Garantierte Rendite oder minimales Risiko. Angebote mit Prominenten-Fotos oder nachgemachten Nachrichtenseiten. Angebote, sich per Fernwartungssoftware auf dein Gerät zu schalten. Bonusversprechen und Demokonten mit Traumgewinnen. Und besonders: Auszahlungen, die nur nach weiteren Zahlungen für angebliche Steuern, Gebühren oder Liquiditätsnachweise möglich sind. Auch die sogenannte Spiegeltransaktion, bei der du vorab die beantragte Summe überweisen sollst, gehört dazu.
Frage dich: Habe ich den Kontakt selbst gesucht? Ist der Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder bei einer Aufsicht im Europäischen Wirtschaftsraum gelistet? Steht er im ESMA-Register für Kryptowerte-Dienstleister? Gibt es Warnungen der BaFin oder ausländischer Aufsichten? Die BaFin warnt zum Beispiel immer wieder vor Reihen fast identischer Websites ohne Erlaubnis. Wichtig: Warnlisten sind nie vollständig, dass ein Name fehlt, ist kein Freibrief. Ausführlich: Fake-Broker und Krypto-Scams.
Nichts mehr einzahlen, auch nicht gegen Versprechen, das Geld zurückzubekommen. Die BaFin weist darauf hin, dass die Chancen auf Rückholung minimal sind und Täter Opfer Jahre später erneut kontaktieren. Beweise sichern, etwa Chatverläufe, Kontoauszüge und Wallet-Adressen, und bei der Verbraucherzentrale und der Polizei Rat suchen. Weitere Prüffragen zu Anbietern: Börsen und Verwahrung. Keine Anlageberatung.
Typisch sind unaufgeforderter Kontakt, garantierte Gewinne, gefälschte Kontostände und Forderungen nach weiteren Zahlungen vor einer Auszahlung. Prüfe den Anbieter bei der BaFin und im ESMA-Register.
Eine Warnung ist ein klares Signal. Das Fehlen einer Warnung beweist aber nichts, denn die Listen sind nie vollständig.
Laut BaFin sind die Chancen minimal. Zahle nichts mehr nach und suche Beratung.