
Stand: 26.10.2026, Abend
Mit Hebel handelst du eine größere Position, als dein Geld hergeben würde. Dein eigenes Geld heißt Margin, der Rest wird vom Anbieter geliehen oder über ein Derivat dargestellt. Bei einem Hebel von 5 setzt du mit 1.000 Euro Margin eine Position von 5.000 Euro. Bewegt sich der Kurs um 1 Prozent, verändert sich die Position um 50 Euro, bezogen auf deine Margin sind das 5 Prozent.
Hebel 5, Margin 1.000 Euro, Position 5.000 Euro. Fällt der Kurs um 10 Prozent, verliert die Position 500 Euro, die Hälfte der Margin. Fällt er um 20 Prozent, wäre die Margin rechnerisch aufgebraucht. In der Praxis löst die Plattform die Position oft schon früher auf, weil sie eine Mindestmarge verlangt, und Gebühren kommen dazu. Das Beispiel ist vereinfacht und enthält keine Preise einer echten Plattform. Es zeigt nur die Richtung: Je höher der Hebel, desto kleiner die Bewegung, die ausreicht.
Wenn die Margin nicht mehr ausreicht, schließt die Plattform die Position automatisch, damit sie selbst keinen Verlust erleidet. Das heißt Liquidation. Wenn viele Positionen gleichzeitig aufgelöst werden, kann das den Kurs zusätzlich bewegen. Wie das in einer Woche aussah, steht in Liquidationen erklärt.
Die ESMA hat für CFDs Schutzregeln eingeführt: ein Hebellimit bei der Eröffnung einer Position für Privatkunden, bei Kryptowährungen 2:1, dazu eine Close-out-Regel je Konto und Schutz vor negativem Saldo, sodass man nicht mehr verlieren kann als eingesetzt. Im Februar 2026 stellte die ESMA klar, dass auch Derivate, die als Perpetual Futures vermarktet werden und gehebelt auf Krypto-Werte wie Bitcoin oder Ethereum laufen, wahrscheinlich unter diese Maßnahmen fallen können, wenn sie die Definition eines CFD erfüllen. Das gilt für Angebote an Privatkunden in der EU. Plattformen außerhalb der EU unterliegen diesen Regeln womöglich nicht.
Hebel ist ein Werkzeug mit eingebautem Verlustrisiko. Er ist keine Strategie für alle und keine Empfehlung. Wie sich Kosten bei Perpetuals zusammensetzen, steht in Funding Rates und Futures. Keine Anlageberatung.
Bei CFDs für Privatkunden in der EU gibt es einen Schutz vor negativem Saldo laut ESMA-Maßnahmen. Bei Angeboten außerhalb der EU oder anderen Konstruktionen kann das anders sein. Lies immer die Bedingungen.
Margin ist dein eingesetztes Geld, Hebel das Verhältnis zwischen Positionsgröße und Margin.
Nein. Es gilt für CFDs, die an Privatkunden in der EU vermarktet werden. Maßgeblich ist, ob das Produkt unter die Maßnahmen fällt.