
Stand: 26.10.2026, Abend
Ein klassischer Future läuft bis zu einem festen Datum. Am Ende fällt sein Preis mit dem Marktpreis zusammen. Ein Perpetual Future hat laut Anbieterdokumentation keinen Ablauf und kann unbegrenzt gehalten werden. Weil dieser natürliche Abgleich fehlt, braucht es einen Mechanismus, der den Preis des Perpetuals an den Preis des Basiswerts bindet.
Coinbase beschreibt die Funding Rate als Gebühr, die periodisch zwischen Long- und Short-Positionen ausgetauscht wird. Ist die Nachfrage nach Long-Positionen groß, liegt der Future-Preis über dem Marktpreis: Die Rate ist positiv und Long-Halter zahlen an Short-Halter. Bei starker Short-Nachfrage ist es andersherum. Die Zahlung geht nicht an die Börse, sondern zwischen den Tradern.
Typisch ist die Formel: Funding Rate = Prämienindex plus Zinsanteil. Der Prämienindex ist der Abstand zwischen Future- und Marktpreis, der Zinsanteil ein von der Plattform festgelegter, meist konstanter Satz. Beispiel aus der Coinbase-Erklärung: Zinsanteil 0,01 Prozent und Prämie 0,02 Prozent ergeben 0,03 Prozent. Wie oft gezahlt wird, legt die Plattform fest, bei Coinbase stündlich. Die Details unterscheiden sich je Anbieter.
Wer eine Long-Position bei positivem Funding hält, zahlt bei jedem Zahlungstermin. Über Tage und Wochen kann das den Ertrag mindern. Short-Positionen können bei positiver Rate Zahlungen erhalten. Die Rate kann sich ändern, ein Fixwert ist sie nicht. Zusammen mit Hebel (siehe Hebel und Margin) steigen Risiko und laufende Kosten. Die ESMA hat 2026 klargestellt, dass Perpetuals mit Hebel für Privatkunden in der EU unter die CFD-Schutzregeln fallen können. Keine Anlageberatung.
Nach Anbieterdokumentation wird sie zwischen den Tradern ausgetauscht und ist keine Gebühr der Plattform.
Ja. Dann zahlen Short-Positionen an Long-Positionen.
Nicht automatisch. Die ESMA sagt, dass solche Derivate wahrscheinlich unter die CFD-Maßnahmen fallen können, wenn sie die CFD-Definition erfüllen. Entscheidend sind die Produktmerkmale.