
Stand: 24.10.2026
Bei Fonds und ETF gibt es zwei Arten, mit Erträgen umzugehen: Ausschüttende Varianten zahlen Dividenden und Zinsen regelmäßig an dich aus. Thesaurierende Varianten legen die Erträge automatisch wieder im Fonds an. justETF bringt die Auswahlfrage so auf den Punkt: Möchtest du aus einem vorhandenen Vermögen regelmäßige Erträge erzielen, passt eine ausschüttende Strategie; möchtest du lieber sparen und mehr Geld für die Zukunft zurücklegen, sind thesaurierende ETF die erste Wahl (justETF, abgerufen 24.10.2026).
Die ausgeschütteten Erträge fließen als Bareinnahme auf dein Verrechnungskonto - in der Regel einmal jährlich, manche ETF auch häufiger. Das ist praktisch, wenn du Einnahmen brauchst oder dein Rebalancing über Cashflows steuerst. Der Nachteil: Liegt das Geld auf dem Konto, arbeitet es nicht. Willst du es wieder anlegen, entstehen erneut Kaufkosten - und die Ausschüttung unterliegt beim Zufluss der Abgeltungsteuer, soweit der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist.
Die Erträge bleiben im Fonds und werden sofort wieder angelegt. Du siehst keine Gutschrift, aber dein Anteilswert steigt. Der Vorteil ist die Automatik: Der Zinseszinseffekt läuft lückenlos, ohne Wiederanlagekosten und ohne Disziplin. Wichtig zu wissen: Auch thesaurierende Fonds sind in Deutschland nicht steuerfrei zwischengelagert - über die sogenannte Vorabpauschale kann jährlich eine Steuer auf einen rechnerischen Wertzuwachs anfallen. Details dazu regelt das Investmentsteuergesetz; deine Bank weist die Pauschale aus.
Rechnerisch führen beide Wege bei gleichem Fonds zum gleichen Ziel - es gibt keine Variante, die grundsätzlich mehr Rendite bringt. Der Unterschied liegt im Verhalten: Thesaurierung nimmt dir die Wiederanlage ab, Ausschüttung gibt dir laufende Einnahmen. Viele Anleger nutzen in der Ansparphase thesaurierende Varianten und denken im Entnahmealter über Ausschüttungen nach. Was zu deiner Situation passt, kann nur deine eigene Planung beantworten - wir geben keine Anlageberatung.
Ausschüttende Fonds zahlen Erträge regelmäßig aus, thesaurierende legen sie automatisch wieder im Fonds an. justETF ordnet zu: Ausschüttung für laufende Erträge, Thesaurierung für den Vermögensaufbau.
Nein, die Besteuerung ist in Deutschland grundsätzlich gleichgestellt. Thesaurierende Fonds können über die Vorabpauschale jährlich besteuert werden, Ausschüttungen beim Zufluss.
Rechnerisch führen beide Wege zum gleichen Ergebnis, wenn Ausschüttungen wieder angelegt würden. Der Vorteil der Thesaurierung ist die lückenlose Automatik ohne Wiederanlagekosten.