
Stand: Schlusskurse vom Freitag, 16.10.2026.
Der Dax stieg am Freitag um 0,95 Prozent auf 25.622,61 Punkte. Am Donnerstag hatte er bei 25.382 Punkten geschlossen. Auf Wochensicht liegt er damit gut zwei Prozent im Plus. Außerdem schloss er über der 100-Tage-Linie, einem Durchschnittswert der letzten 100 Handelstage. Was das bedeutet, steht in unserem Erklär-Artikel. Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, gewann 1,46 Prozent auf 30.656,65 Punkte.
In den USA lief es anders. Der S&P 500 schloss bei 7.659,44 Punkten, der Nasdaq 100 bei 29.187,55 Punkten. Auf fünf Tage gerechnet stehen minus 1,95 Prozent beziehungsweise minus 5,49 Prozent zu Buche. Der Dow Jones lag bei 52.002,41 Punkten und damit auf Wochensicht 0,67 Prozent im Plus.
Zwei Themen bestimmten laut dpa-AFX das Bild. Erstens die US-Inflation: Die Verbraucherpreise lagen im September 3,7 Prozent über dem Vorjahr, nach 3,4 Prozent im August. Die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel lag bei 2,6 Prozent. Das nährte Sorgen, dass die US-Notenbank die Zinsen erneut anhebt. Zweitens die Sorge mancher Anleger, ob sich die hohen KI-Investitionen auszahlen.
Am Freitag ließen die Sorgen in Europa nach. Der Fed-Chef Kevin Warsh äußerte sich in einer Rede nicht konkret zur Geldpolitik. Aus Marktsicht sank damit die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im Oktober. Zur Künstlichen Intelligenz sagte er laut dpa-AFX, Investitionen in diesen Bereich stützten die US-Wirtschaft stark.
Der Marktanalyst Timo Emden von Captrader beschrieb die Lage laut dpa-AFX als „Schaukelbörse“ mit undurchsichtiger Gemengelage. Die DZ Bank sieht in der jüngsten Korrektur bei Halbleiter- und einigen KI-Aktien eine selektive Neubewertung, aber keine breite Abkehr vom KI-Thema. Das sind Einschätzungen einzelner Marktbeobachter, keine Prognosen von uns. Als nächste Prüfung gilt die laufende Berichtssaison zum dritten Quartal.
Bei 25.622,61 Punkten, auf Wochensicht ein Plus von gut zwei Prozent (Stand 16.10.2026).
Laut dpa-AFX belasteten Sorgen um die Finanzierungskosten von KI-Konzernen und höhere Ölpreise.
3,7 Prozent im September 2026 im Jahresvergleich, laut US-Arbeitsministerium via CNBC.