
Stand: 26.10.2026. Grundlagenwissen; alle Zahlenbeispiele sind frei gewählt, keine aktuellen Kurse.
Bei einer Währungsabsicherung wird zur eigentlichen Anlage eine Gegenposition im Devisenmarkt aufgebaut. Ein gängiger Mechanismus ist ein Termingeschäft: Zwei Parteien vereinbaren heute den Kurs für einen Währungstausch zu einem späteren Zeitpunkt. BlackRock beschreibt dies anhand seiner US-amerikanischen währungsgesicherten ETFs. Das erklärt die Technik; es ist keine Produktempfehlung für deutsche Anleger.
Eine Absicherung kann Verluste aus einer ungünstigen Währungsbewegung teilweise ausgleichen. In der Gegenrichtung kann sie aber auch einen Währungsgewinn neutralisieren. Sie ist also kein kostenloser Zusatzgewinn und kein Versprechen auf eine höhere Gesamtrendite.
Mögliche Wirkung: Zielgerichtet verringert
Was bleibt: Restabweichungen und Kosten
Mögliche Wirkung: Kein Schutz durch reines FX-Hedge
Was bleibt: Marktrisiko des Basiswerts
Mögliche Wirkung: Zusätzliche Verträge
Was bleibt: Gegenpartei- und Liquiditätsrisiken
Entscheidend ist, gegen welche Währung abgesichert wird. "USD hedged" und "EUR hedged" bezeichnen unterschiedliche Ziele. Ein Euro-Depot wird nicht allein dadurch zur Euro-Absicherung, dass ein Produkt in Euro gehandelt oder sein Anteilwert in Euro angezeigt wird.
Zusätzlich braucht es Angaben zur Zielquote und zur Anpassung. Kursbewegungen verändern laufend den Wert der abzusichernden Position. Zwischen Anpassungsterminen können Abweichungen entstehen. Die im BlackRock-Beispiel beschriebene monatliche Anpassung gilt für diese Konstruktion und darf nicht ungeprüft auf andere Produkte übertragen werden.
Produktabhängige Gebühren und Transaktionskosten beeinflussen das Ergebnis. Die Absicherung ist außerdem eine zusätzliche Derivateposition, deren wirtschaftliche Wirkung nicht mit einer bloßen Verwaltungsgebühr gleichzusetzen ist. Die Absicherungswirkung lässt sich deshalb nicht allein aus der ausgewiesenen laufenden Verwaltungsgebühr ablesen. Prospekt und tatsächliche Indexmethodik sind wichtiger als ein kurzes Etikett.
Gegenparteien können ausfallen, Märkte können weniger liquide werden und die Absicherung kann unvollständig wirken. BlackRock weist auf solche Derivaterisiken ausdrücklich hin. DWS nennt bei währungsgesicherten ETCs ebenfalls Gegenparteirisiken. Gleichzeitig bleibt der Preis des eigentlichen Basiswerts schwankungsfähig. Eine gesicherte Aktienanlage bleibt eine Aktienanlage.
Für einen sachlichen Vergleich müssen Basiswert, Zeitraum, Referenzwährung und Kostenbasis gleich sein. Sonst wird eine Währungswirkung mit einer anderen Anlagestrategie verwechselt. Ein gutes Ergebnis in einer bestimmten Dollarphase belegt nicht, dass Absichern immer besser ist.
Die Ausgangsrechnung ohne Sicherung findest du in Währungsrisiko bei US-Aktien. Diese Erklärung ist keine Anleitung zum eigenständigen Derivatehandel.
Allgemeine Information, keine Anlageberatung. Rechenbeispiele ohne Gebühren und Steuern, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben.
Nein. Es soll eine bestimmte Währungswirkung verringern. Basiswert-, Produkt- und Derivaterisiken bleiben.
Nein. Für eine Absicherung braucht es eine entsprechende Konstruktion, deren Umfang in den Produktunterlagen beschrieben ist.