
Private Haushalte in Deutschland sparten im ersten Halbjahr 2026 18,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens - genauso viel wie im Gesamtjahr 2025. Das geht aus der Zahl der Woche des Statistischen Bundesamts hervor. 2024 hatte die Quote noch bei 19,6 Prozent gelegen, den Höchststand markierte 2020 mit 22,9 Prozent, als die Menschen während der Covid-19-Pandemie weniger konsumierten.
Im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 - nicht im ersten Halbjahr 2026 - lag die Bruttosparquote in Frankreich bei 16,6 Prozent, in den Niederlanden bei 16,3 Prozent, in Österreich bei 15,3 Prozent, in den Vereinigten Staaten bei 13,0 Prozent und in Italien bei 12,1 Prozent. Deutschland lag in diesem Zehnjahresschnitt bei 19,1 Prozent; höher war nur die Schweiz mit 24,5 Prozent.
Die Bruttosparquote setzt das Sparen aller privaten Haushalte ins Verhältnis zu ihrem verfügbaren Einkommen, einschließlich neu erworbener betrieblicher Versorgungsansprüche. Kursgewinne oder Wertsteigerungen bei Aktien und Immobilien zählen nicht dazu - sie gelten weder als Sparen noch als Einkommen. Bei der Nettosparquote wären zusätzlich Abschreibungen abgezogen; ihr Wert liegt deutlich niedriger.
Für dich heißt das: Die Sparquote ist eine Statistik über alle Haushalte zusammen, kein Richtwert für dein Konto. Sie zeigt, dass die deutschen Haushalte auch 2026 rund jeden fünften Euro ihres verfügbaren Einkommens zur Seite gelegt haben.
18,9 Prozent im ersten Halbjahr 2026 und im Gesamtjahr 2025 (Statistisches Bundesamt).
Nein. Bewertungsänderungen bei Aktien oder Immobilien zählen laut Destatis weder zum Sparen noch zum Einkommen.