
Wenn du den DAX-Stand liest - zuletzt 25.818,21 Punkte (Schluss 30.10.2026, finanzen.net) -, siehst du einen Performanceindex. Der DAX wird in zwei Varianten veröffentlicht: Als Performanceindex (Symbol DAX) werden die Dividenden der enthaltenen Unternehmen rechnerisch reinvestiert, beim Kursindex (Symbol DAXK) bleiben Dividenden unberücksichtigt. Umgangssprachlich ist mit 'DAX' fast immer der Performanceindex gemeint.
Ein Kursindex misst nur die Kursentwicklung der enthaltenen Aktien. Ein Performanceindex tut so, als würden alle ausgeschütteten Dividenden sofort wieder in die Indexwerte angelegt. Dadurch steigt ein Performanceindex langfristig schneller als der zugehörige Kursindex - nicht weil die Kurse besser laufen, sondern weil die Dividenden mitzählen.
Viele bekannte Indizes wie der EURO STOXX 50 werden in der einfachen Bezeichnung meist als Kursindex geführt. Wer also die Entwicklung des DAX mit dem EURO STOXX 50 vergleicht, vergleicht womöglich einen Performanceindex mit einem Kursindex - zwei unterschiedliche Messweisen. Der DAX existiert seit dem 1. Juli 1988 und wurde auf 1.000 Punkte zum 31. Dezember 1987 normiert; seit September 2021 umfasst er 40 statt 30 Unternehmen.
Für dich heißt das: Der DAX zeigt die Gesamtrendite deutscher Standardwerte inklusive Dividenden. Das macht ihn als Maßstab praktisch, erklärt aber auch, warum er über lange Strecken höher steht als reine Kursstände der gleichen Aktien.
Nein. Umgangssprachlich ist der DAX der Performanceindex: Dividenden werden rechnerisch reinvestiert. Der Kursindex läuft separat unter dem Symbol DAXK.
Weil er Dividenden als sofort wiederangelegt mitrechnet, während ein Kursindex nur die reinen Aktienkurse misst.