
Rheinmetall meldet Rekordwachstum, passt aber die Jahresprognose an - Nemetschek wächst mit HCSS kräftig, der Dax hält sich über 26.500 Punkten. Der Überblick über die wichtigsten Nachrichten seit dem Morgen. Redaktionsstand: 5. November 2026, 11:40 Uhr MEZ.
Der Düsseldorfer Technologiekonzern steigerte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2026 um 38 Prozent auf 8,376 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,057 Milliarden). Das operative Ergebnis kletterte um 544 Millionen auf 1,339 Milliarden Euro (Vorjahr: 795 Millionen Euro) - ein historischer Höchstwert für den Zeitraum -, die operative Marge erreichte 16,0 Prozent nach 13,1 Prozent. Die Rheinmetall Nomination liegt bei 19,1 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr. Gleichzeitig passte das Unternehmen die Jahresprognose 2026 an: Wegen Verschiebungen beim Bundeswehr-Projekt Arminius, das erst im kommenden Jahr beauftragt werden kann, und bei der Losabnahme von Artilleriemunition erwartet Rheinmetall nun einen Konzernumsatz von rund 13,2 Milliarden Euro statt bisher 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro und eine operative Ergebnismarge von rund 18,5 Prozent (bisher: rund 19 Prozent). Der operative Free Cashflow lag bei minus 1,698 Milliarden Euro, nach minus 798 Millionen Euro im Vorjahr. Das Unternehmen nennt Vorratsaufbau und höhere Working-Capital-Bindung sowie hohe Kundenanzahlungen im Vorjahreszeitraum als Erklärung. Die tagesschau-Übersicht führte die Aktie beim eigenen Abruf um 11:40 Uhr mit 832,00 Euro und minus 17,08 Prozent. Ein eigener Kurszeitstempel dieses Übersichtseintrags ist nicht belegt. (Rheinmetall, Pressemitteilung vom 05.11.2026; zum Rheinmetall-Profil)
Der Münchner Softwarekonzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 26,6 Prozent (währungsbereinigt: 25,9 Prozent) auf 371,1 Millionen Euro - erstmals einschließlich der seit dem 1. Juli 2026 konsolidierten US-Übernahme HCSS, deren Umsatzbeitrag durch den akquisitionsbedingten Deferred-Revenue-Haircut um rund 15 Millionen Euro reduziert wurde. Rein organisch betrug das Wachstum 13,7 Prozent. Das EBITDA stieg um 21,8 Prozent auf 115,9 Millionen Euro bei einer Marge von 31,2 Prozent (organisch: 34,8 Prozent). In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz um 16,8 Prozent auf 1.011,8 Millionen Euro. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wurde bekräftigt. (Nemetschek Group, Corporate News vom 05.11.2026)
Der Halbleiterzulieferer SÜSS MicroTec meldet einen Rekordauftragseingang, während Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich rückläufig waren. (FinanzNachrichten)
Der dänische Energiekonzern Ørsted meldet für die ersten neun Monate 2026 ein EBITDA ohne neue Partnerschaften und Stornogebühren von 20,240 Milliarden dänischen Kronen, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Das unbereinigte EBITDA stieg dagegen um 9 Prozent auf 20,228 Milliarden Kronen. Zudem meldet das Unternehmen den kommerziellen Betrieb der Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3 in Deutschland und Revolution Wind in den USA. (FinanzNachrichten)
Die FRIWO AG berichtet in ihren Geschäftszahlen eine anhaltende Marktschwäche, sieht aber Wachstumsimpulse aus Auftragsbestand und Projektpipeline. (FinanzNachrichten)
Die Energiekontor AG hat zwei Windparks in Elsdorf planmäßig in Betrieb genommen und erwartet dafür einen positiven Ergebnisbeitrag für 2026. (FinanzNachrichten)
Der Umsatz im deutschen Dienstleistungsbereich ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen lag im August 2026 nach vorläufigen Angaben von Destatis kalender- und saisonbereinigt real 0,9 Prozent höher als im Juli, nominal waren es 0,8 Prozent. (Statistisches Bundesamt)
Rheinmetalls Neunmonatswachstum und die gesenkten Jahresziele betreffen unterschiedliche Zeiträume. Als Grund für die Zielsenkung nennt der Konzern Projektverschiebungen. Der negative operative Free Cashflow zeigt zugleich, dass Umsatz- und Ergebniswachstum nicht mit Geldzufluss gleichzusetzen sind. Bei Nemetschek ist das berichtete Q3-Wachstum einschließlich HCSS von organischem Wachstum und akquisitionsbedingten Bilanzierungseffekten zu trennen. Die Marktwerte stammen aus getrennten Anzeige-Snapshots; sie belegen weder eine einheitliche Messsekunde noch eine Ursache für Kursbewegungen. Dies ist Information, keine Anlageempfehlung. Aktuelle Kurse finden Sie in unserer Marktübersicht, Grundbegriffe im Glossar.
Wegen Projektverschiebungen: Das Bundeswehr-Projekt Arminius kann erst 2027 beauftragt werden, und bei der Losabnahme von Artilleriemunition gibt es Verzögerungen. Rheinmetall erwartet für 2026 nun rund 13,2 Milliarden Euro Konzernumsatz und eine operative Ergebnismarge von rund 18,5 Prozent statt bisher rund 19 Prozent.
Der Umsatz stieg um 26,6 Prozent auf 371,1 Millionen Euro, erstmals einschließlich der seit Juli konsolidierten HCSS; organisch betrug das Plus 13,7 Prozent. Das EBITDA wuchs um 21,8 Prozent auf 115,9 Millionen Euro bei einer Marge von 31,2 Prozent. Die Jahresprognose wurde bekräftigt.