
Bank of England hebt den Leitzins auf 4 Prozent an, Erzeugerpreise im Euroraum steigen zweistellig, der Dax markiert intraday ein Allzeithoch und dreht dann ab. Der Überblick über die wichtigsten Nachrichten seit dem Mittag. Redaktionsstand: 5. November 2026, 18:00 Uhr MEZ. DAX-/MDax-Schlusswerte nachgeprüft um 18:34 Uhr MEZ.
Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England hat auf seiner Sitzung am 4. November mit 8:1 Stimmen beschlossen, den Leitzins (Bank Rate) um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent anzuheben; ein Mitglied votierte für einen Schritt um 0,5 Prozentpunkte. Der vorherige Satz lag bei 3,75 Prozent. Die Notenbank begründet den Schritt mit der erhöhten Inflation und signalisiert laut Gouverneur Andrew Bailey, dass es nicht der erste Schritt einer zwangsläufig langen Zinserhöhungsserie sein müsse. (Bank of England)
Die industriellen Erzeugerpreise stiegen im September 2026 nach ersten Schätzungen von Eurostat gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent im Euroraum und um 2,6 Prozent in der EU (August: plus 2,0 beziehungsweise 1,9 Prozent). Gegenüber September 2025 betrug das Plus 11,1 Prozent im Euroraum und 10,9 Prozent in der EU. Treiber ist Energie: Erzeugerpreise für Energie stiegen im Euroraum um 7,8 Prozent zum Vormonat, während die Gesamtindustrie ohne Energie nur um 0,1 Prozent zulegte. (Eurostat, 05.11.2026; FinanzNachrichten)
Nach vorläufigen Zahlen meldet Bechtle im dritten Quartal rund 19 Prozent mehr Geschäftsvolumen auf etwa 2,44 Milliarden Euro und rund 14 Prozent mehr Vorsteuerergebnis auf circa 92 Millionen Euro. Für 2026 soll das Vorsteuerergebnis nun um mehr als 10 Prozent wachsen statt bisher um 5 bis 10 Prozent. Die Umsatzprognose bleibt bei plus 5 bis 10 Prozent. Die endgültigen Quartalszahlen sind für den 13. November angekündigt. (FinanzNachrichten)
Laut dpa-AFX-Bericht von 11:54 Uhr stieg die Lanxess-Aktie im Vormittagshandel zeitweise um fast 20 Prozent. Der Bericht verwies neben dem etwas besser als erwarteten Quartal auf mögliche Eindeckungen von Leerverkäufern. Das ist eine Markteinschätzung, keine gesicherte alleinige Ursache und kein Schlusskurs. (FinanzNachrichten)
EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel plädiert in ihrer Rede vom 5. November dafür, geldpolitische Handlungsspielräume zu erhalten und starre Vorfestlegungen zu vermeiden. Entscheidend seien die Folgen eines Schocks für den Inflationsausblick. Daraus folgt keine Ankündigung einer bestimmten nächsten Zinsentscheidung. (EZB-Originalrede)
Die britische Zinsentscheidung und Eurostats Erzeugerpreisdaten messen unterschiedliche Dinge: Die Bank of England reagiert auf den britischen Inflationsausblick, während Eurostat industrielle Verkaufspreise ab Werk im Euroraum erfasst. Diese sind keine Verbraucherpreise. Im September entfiel ein großer Teil des monatlichen Erzeugerpreisanstiegs auf Energie; ohne Energie betrug das Plus nur 0,1 Prozent. Schnabel betont Handlungsspielräume statt eines vorab festgelegten Zinspfads. Die Börsen-Snapshots stammen aus getrennten Anzeigen und Zeitpunkten. Sie erlauben weder eine einheitliche Momentaufnahme noch eine sichere Erklärung einzelner Kursbewegungen. Dies ist Information, keine Anlageempfehlung. Aktuelle Kurse finden Sie in unserer Marktübersicht, Grundbegriffe im Glossar.
Der geldpolitische Ausschuss hat mit 8:1 Stimmen beschlossen, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent anzuheben; ein Mitglied wollte einen Schritt um 0,5 Prozentpunkte. Der Beschluss der Sitzung vom 4. November wurde am 5. November veröffentlicht.
Um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Eurostat). Haupttreiber war Energie mit plus 7,8 Prozent zum Vormonat; ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise nur um 0,1 Prozent.