
Der DAX beendete den Mittwoch laut Teleborsa bei 26.437,67 Punkten, ein Plus von 2,22 Prozent (Schlussmeldung vom 04.11.2026, 17:43 Uhr). Dieser Wert wird von der dpa-AFX-Schlussmeldung um 17:48 Uhr bestätigt. Wir verwenden die Schlussangabe der beiden Meldungen, nicht die abweichende Veränderungsanzeige der tagesschau-Kursübersicht. Ein weiterer Datenanbieter zeigte einen anderen Tagesendwert; diese Abweichung ist nicht geklärt. Deshalb berechnen wir keine eigene Tagesrendite und leiten daraus keinen Vortagesschluss ab. Mehr Hintergrund in unserer Marktübersicht.
Uniper erhöht die Gewinnprognose. Der Energiekonzern hebt die Prognose für das bereinigte Nettoergebnis (Adjusted Net Income) 2026 um 50 Millionen Euro auf 550 bis 650 Millionen Euro an (bisher 500 bis 600 Millionen Euro), wie aus einer Ad-hoc-Mitteilung hervorgeht. Die Prognose für das bereinigte EBITDA bleibt unverändert bei 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro. Grundlage sind vorläufige, ungeprüfte Neunmonatszahlen: bereinigtes EBITDA von 1.024 Millionen Euro (Vorjahr 641 Millionen) und bereinigtes Nettoergebnis von 579 Millionen Euro (Vorjahr 268 Millionen). Die detaillierten Zahlen folgen am 10. November. EQS-Adhoc via Deutsche Börse
Siltronic hebt die Umsatzprognose an. Der Wafer-Hersteller steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 355,4 Millionen Euro; das EBITDA stieg auf 81,3 Millionen Euro (Marge 22,9 Prozent). Unter dem Strich blieb wegen hoher Abschreibungen aus dem Fabrikbau in Singapur ein Verlust von 55,0 Millionen Euro. Für 2026 erwartet Siltronic nun einen Umsatz auf Vorjahresniveau (bisher: Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich) und engt die EBITDA-Margenprognose auf 22 bis 24 Prozent ein (bisher 20 bis 24 Prozent). Treiber sind die starke Nachfrage nach 300-mm- und zunehmend 200-mm-Wafern sowie günstigere Wechselkurse. Die neue Umsatzprognose basiert auf EUR/USD 1,14 für das vierte Quartal, die frühere auf 1,18 für das zweite Halbjahr. Siltronic-Unternehmensmeldung | Siltronic im Überblick
VDMA: Auftragseingang im September real 14 Prozent höher. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verbuchte im September ein preisbereinigtes Bestellplus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat - die Inlandsaufträge legten um 22 Prozent zu, die aus dem Ausland um je 11 Prozent (Euro- und Nicht-Euro-Länder). In den ersten neun Monaten steht ein Plus von 5 Prozent. Verbandschefvolkswirt Johannes Gernandt ordnete den Sprung vor allem als Basiseffekt ein: Der September 2025 sei der schlechteste Monat des Vorjahres gewesen; der Aufschwung bleibe "ein wackeliges Pflänzchen". Für 2027 erhofft der Verband einen Produktionsanstieg um 3 Prozent; für 2026 rechnet er weiter mit einem Rückgang. FinanzNachrichten
Kurz notiert: Der Sammelindex für die Privatwirtschaft der Eurozone sank im Oktober laut der zweiten Veröffentlichung von S&P Global auf 51,7 Punkte nach 53,1 im Vormonat. Er blieb damit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die erste Schätzung hatte bei 51,9 gelegen. Dow Jones via FinanzNachrichten
Blick auf morgen: Rheinmetall legt am Donnerstag seine Zahlen zum dritten Quartal vor (Unternehmenstermin am 05.11. um 14:00 Uhr laut Kalender). Am Freitag, 6. November, folgt laut BLS-Kalender der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober um 08:30 Uhr US-Ostküstenzeit, entsprechend 14:30 Uhr MEZ. Rheinmetall im Überblick
Höhere Jahresziele sind nicht gleichbedeutend mit durchgehend besseren Ergebnissen. Uniper erhöht nur das Ziel für das bereinigte Nettoergebnis, nicht für das bereinigte EBITDA; zudem sind die Neunmonatszahlen vorläufig und ungeprüft. Siltronic profitiert von mehr Wafer-Nachfrage und günstigeren Wechselkursen, bleibt unter dem Strich aber wegen hoher Abschreibungen in der Verlustzone. Beim Maschinenbau-Auftragsplus von 14 Prozent gehört die schwache Vorjahresbasis zwingend zur Einordnung. Diese Unterschiede sind wichtiger als die Zahl der Prognoseanhebungen. Keine der Meldungen ist eine Handlungsempfehlung; aktuelle Kurse stehen in der Marktübersicht.
Das bereinigte Nettoergebnis soll nun 550 bis 650 Millionen Euro erreichen statt bisher 500 bis 600 Millionen Euro. Die Prognose für das bereinigte EBITDA von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro bleibt unverändert. Grundlage sind vorläufige, ungeprüfte Neunmonatszahlen; die detaillierten Ergebnisse folgen am 10. November.
Mehr Wafer-Nachfrage und günstigere Wechselkurse verbessern den Umsatzausblick auf Vorjahresniveau. Die EBITDA-Margenprognose liegt nun bei 22 bis 24 Prozent. Hohe Abschreibungen, vor allem aus dem Kapazitätsausbau in Singapur, belasten das Ergebnis; im dritten Quartal blieb ein Verlust von 55,0 Millionen Euro.