
Wochenschluss an der Börse - und der Tag gehörte den KI-Sorgen: Ein historischer Intel-Einbruch an der Wall Street hat auch den DAX ins Minus gedrückt. Das Wichtigste zum Abend.
Die Intel-Aktie ist am Freitag an der Wall Street um rund 29 Prozent eingebrochen (laut CNBC) - nach aktuellem Handelsstand steuert die Aktie auf den schlimmsten Tag seit 1974 zu. Auslöser: Zwar hatte Intel am Vorabend ein solides drittes Quartal gemeldet - der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 16,51 Milliarden US-Dollar und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Doch der Ausblick fiel schwächer als erwartet aus - Grund sind nach CNBC-Angaben eine Werkschließung in Israel und die anhaltende PC-Markt-Schwäche. Der Einbruch belastete den gesamten Chip- und KI-Sektor: Auch die übrige Wall Street gab nach - der US-Handel läuft noch bis 22 Uhr. Zum CNBC-Bericht · Zur Marktmeldung
Der DAX notierte nach dem Xetra-Handelsschluss (17:30 Uhr) bei 25.818,21 Punkten (-0,85 Prozent) - Stand: tagesschau.de Börsenkurse, Kurszeit 17:48 Uhr. Nach dem Rekordlauf der Vortage bleibt es eine starke Woche: Die Agenturen sprechen vom "schwächeren Ende einer starken Börsenwoche". Zum Wochenkommentar · Zu unseren Marktdaten
Die vier größten Volkswirtschaften des Euroraums haben ihre vorläufigen Oktober-Inflationsdaten vorgelegt - alle vier im harmonisierten EU-Vergleichsmaß (HVPI) - und sie gehen weit auseinander: Italien liegt bei 5,4 Prozent (nach 4,2 Prozent im September und damit zurück auf dem Niveau von August 2023), Spanien bei 4,9 Prozent (unverändert), Frankreich bei 3,4 Prozent (beschleunigt) und Deutschland bei 2,8 Prozent (gesunken). Treiber ist überall die Energie - und die Daten nähren die Frage, wie die EZB im Dezember reagiert. Zur euronews-Analyse
Diese Woche hat der Markt innerhalb der KI-Werte gnadenlos aussortiert: erst Alphabet, jetzt Intel, das nach aktuellem Stand auf den zweitschwersten Tagesverlust seiner Geschichte zusteuert - gute Zahlen reichen nicht mehr, wenn der Ausblick zögert. Gleichzeitig zeigen die Oktober-Inflationsdaten, dass die Energiepreise Europa weiter fest im Griff haben; die EZB dürfte im Dezember vor keiner leichten Entscheidung stehen. Was das für Sparzinsen bedeutet, steht im Lernpfad Zinsen und Tagesgeld und im Glossar; den Krypto-Vertrauensschock des Tages haben wir im Mittags-Überblick eingeordnet.
Intel meldete zwar ein solides drittes Quartal (Umsatz plus 21 Prozent auf 16,51 Milliarden US-Dollar), gab aber einen schwächeren Ausblick als erwartet - Gründe sind laut CNBC eine Werkschließung in Israel und die schwächelnde PC-Nachfrage. Die Aktie verlor im bisherigen Handelsverlauf rund 29 Prozent und steuerte bei Redaktionsschluss auf den schlimmsten Tag seit 1974 zu (der US-Handel lief noch).
Nach den vorläufigen Oktober-Daten (harmonisierter Verbraucherpreisindex, HVPI) lag die Inflation in Italien bei 5,4 Prozent, in Spanien bei 4,9 Prozent, in Frankreich bei 3,4 Prozent und in Deutschland bei 2,8 Prozent (Stand: 30. Oktober 2026).