
Zwei Datenpakete prägen den Dienstagmittag an der Frankfurter Börse: der ZEW-Index ist deutlich gefallen, und die Erzeugerpreise steigen so stark wie seit über drei Jahren nicht mehr. Der Dax reagiert mit Verlusten. Alle Kursangaben mit Uhrzeit und Quelle weiter unten im Überblick.
Der deutsche Leitindex notierte um 12:15 Uhr bei 25.149,29 Punkten, ein Minus von 168,50 Punkten beziehungsweise rund 0,7 Prozent zum Montagsschluss (25.319,77 Punkte). Damit liegt der Dax erneut unter seiner 21-Tage-Linie, die zuletzt bei rund 25.300 Punkten verlief. Auch die Nebenwerte geben nach: Der MDAX stand bei 30.080,13 Punkten (-424,13), der TecDAX bei 3.981,18 Punkten (-29,46). Quelle: Deutsche Börse Xetra, Kurse 15 Minuten verzögert, Stand 20.10.2026, 12:15 Uhr.
| Index | Stand | Veränderung |
|---|---|---|
| DAX | 25.149,29 | -168,50 Pkt. (-0,7 %) |
| MDAX | 30.080,13 | -424,13 Pkt. |
| TecDAX | 3.981,18 | -29,46 Pkt. |
Quelle: Deutsche Börse Xetra, 15 Minuten verzögert, Stand 20.10.2026, 12:15 Uhr. Prozentwert DAX gegenüber Xetra-Schluss vom 19.10.2026 (25.319,77 Punkte) gerundet.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im Oktober um 6,6 Punkte auf 28,1 Punkte gefallen. Das teilte das Mannheimer Forschungsinstitut ZEW um 11:05 Uhr mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 30 Punkte erwartet. Es ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Befragt wurden 178 Investoren und Analysten.
ZEW-Präsident Achim Wambach kommentierte: Die deutsche Wirtschaft komme langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trage sich nicht selbst. Privater Konsum und private Investitionen blieben schwach, weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drückten und die Inflation länger erhöht hielten. Das ist die Einschätzung des Institutsleiters, keine gesicherte Prognose.
Ein Detail gegen den Trend: Die Bewertung der aktuellen Lage verbesserte sich deutlich um 11,2 Punkte auf minus 35,9 Punkte. Ökonomen hatten mit minus 44,5 Punkten gerechnet. Erwartungen und Lage laufen also auseinander: Die Gegenwart wird besser beurteilt, der Ausblick schlechter.

Schon um 08:00 Uhr hatte das Statistische Bundesamt die Erzeugerpreise für September veröffentlicht: plus 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, der stärkste Anstieg seit März 2023. Gegenüber August stiegen die Preise um 1,9 Prozent. Haupttreiber war Energie mit plus 14,9 Prozent im Jahresvergleich. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise um 3,2 Prozent zum Vorjahr und nur um 0,1 Prozent zum Vormonat.
Quellen: Deutsche Börse Xetra, ZEW Mannheim, Statistisches Bundesamt.
Am Abend, gegen 19:00 Uhr, veröffentlicht die Deutsche Börse ihre Quartalsmitteilung zum dritten Quartal. In den USA berichten nach Börsenschluss unter anderem Netflix und SpaceX Zahlen, wie Der Aktionär in seinem Morgenausblick notiert. Einordnung: Ein schwacher ZEW-Wert ist ein Stimmungswert, keine Konjunkturentscheidung. Dieses Update ersetzt keine Anlageberatung.
Bei 25.149,29 Punkten um 12:15 Uhr (Xetra, 15 Minuten verzögert), rund 0,7 Prozent unter dem Montagsschluss von 25.319,77 Punkten.
Er fiel um 6,6 Punkte auf 28,1 Punkte. Erwartet wurden im Schnitt 30 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich dagegen auf minus 35,9 Punkte.
Um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 1,9 Prozent gegenüber August 2026, laut Statistischem Bundesamt. Ohne Energie waren es 3,2 Prozent zum Vorjahr.