
Stand: 23.10.2026, früher Morgen
Mercedes-Benz will die nächste Fahrzeug-Generation nach einem neuen Prinzip fertigen. Der Konzern arbeite an der Produktarchitektur der Modelle, die in den 2030er-Jahren auf den Markt kommen, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats (übernommen von n-tv, 23.10., 07:00 Uhr). Statt Fahrzeuge wie bislang auf verschiedenen Produktionsplattformen zu bauen, soll künftig modular gefertigt werden.
Bei einer Plattform teilen sich viele Modelle eine weitgehend feste technische Basis. Beim Baukasten geht die Zerlegung weiter: Front, Heck, Seiten und Boden werden zu eigenständigen Modulen, die je nach Fahrzeuggröße kombiniert werden. Der Gedanke dahinter: Wer Bausteine statt Komplettarchitekturen hat, kann mehr Fahrzeugvarianten aus weniger Teilen fertigen. Das senkt im Idealfall Entwicklungs- und Werkzeugkosten und erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Antriebe.
Die Umstellung auf Elektro- und Verbrenner-Parallelwelten treibt die Variantenvielfalt nach oben, während Stückzahlen je Modell sinken. Modulare Architekturen sind die industrielle Antwort: Standardisierte Schnittstellen, variable Außenmaße. Für Mercedes ist die Entscheidung langfristig - die erste Generation nach diesem Prinzip kommt frühestens in den 2030er-Jahren. Bis dahin bleibt offen, wie sich Lieferketten, Werksstrukturen und Kosten entwickeln.
Die Meldung beruht auf Handelsblatt-Informationen aus dem Umfeld des Aufsichtsrats, nicht auf einer Konzernmitteilung. Auf der n-tv-Seite wurde die Mercedes-Aktie zuletzt mit 41,36 Euro geführt (Kursanzeige, abgerufen am Morgen des 23.10.). Industriestrategie ist ein langfristiger Hebel, kein kurzfristiger Kurstreiber. Keine Anlageberatung.
Statt fester Plattformen je Baureihe zerlegt Mercedes das Fahrzeug in Module - Front, Heck, Seiten, Boden - die je nach Größe kombiniert werden. Ziel: mehr Varianten aus weniger Bausteinen.
Laut Handelsblatt geht es um die Modellgeneration der 2030er-Jahre. Es handelt sich um eine langfristige Architekturentscheidung.
Die Information stammt laut Handelsblatt aus dem Umfeld des Aufsichtsrats. Eine offizielle Konzernmitteilung lag zum Zeitpunkt der Übernahme nicht vor.