
Stand: 26.10.2026, Abend
Das Börsenlexikon der Wiener Börse definiert Konjunktur (abgerufen 26.10.2026) als einen Begriff zur Beschreibung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität einer Volkswirtschaft - unter Bezugnahme auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Kapazitätsauslastung, des Arbeitsmarktes und des Preisniveaus. Konjunktur ist also kein einzelner Indikator, sondern das Zusammenspiel mehrerer Grossen.
Wie so eine Phase aussieht, zeigt die BIP-Tabelle der Destatis (Stand 25.08.2026, abgerufen 26.10.2026): Die preisbereinigte Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal lag 2023 in allen vier Quartalen im Minus (zwischen -0,2 und -1,4 Prozent); auch 2024 blieben die Werte schwach (unter anderem -0,7 Prozent im 1. Quartal), bevor 2025 wieder positive Werte folgten und das 2. Quartal 2026 mit +1,0 Prozent abschloss. Das ist keine Prognose und kein Gesetz - aber ein sichtbares Beispiel dafür, dass Konjunktur in Wellen läuft: Rückgang, Stabilisierung, Erholung. Die Vergangenheit der Datenreihe macht den Zyklus lesbar; die Zukunft bleibt offen.
Weil Konjunktur mehrere Grossen bündelt, verdient keine Einzelzahl eine Schlagzeilenreaktion: Das BIP kommt quartalsweise und rückblickend, der ifo-Index monatlich und stimmungsbasiert, die Arbeitsmarktdaten mit eigenem Rhythmus. Wer die drei Ebenen kennt - harte Statistik, Umfrage, Arbeitsmarkt - kann Meldungen sortieren statt sammeln. Keine Anlageberatung.
Nein. Auf- und Abschwächephasen dauern unterschiedlich lange; der Datenverlauf zeigt Phasen, aber keinen Fahrplan.
Unter anderem das BIP, die Kapazitätsauslastung, der Arbeitsmarkt und das Preisniveau - so die Definition im Börsenlexikon der Wiener Börse.
Nein. Konjunktur beschreibt die Gesamtwirtschaft. Börsenkurse bilden zusätzlich Erwartungen ab und laufen dem Datenkalender zeitlich oft voraus.