DAX 25.410,84 ▲0,91%S&P 500 7.676,77 ▲0,70%Nasdaq 26.169,38 ▲0,82%Euro Stoxx 50 6.116,23 ▲0,79%Apple 343,91 ▼1,10%Microsoft 532,60 ▲1,54%NVIDIA 216,00 ▲2,39%Tesla 391,62 ▲5,21%Amazon 249,09 ▲0,44%Alphabet 316,80 ▼1,06%Meta 630,56 ▼1,88%SAP 212,25 ▼1,00%Siemens 261,40 ▲1,79%Allianz 431,20 ▲0,77%Dt. Telekom 24,98 ▼1,46%BMW 57,74 ▲0,56%EUR/USD 1,12 ▼0,04%Gold 4.016,38 ▲0,07%Rohöl WTI 101,33 ▼1,88%Bitcoin 79.918,00 ▼0,53%Ethereum 2.307,38 ▼1,34%DAX 25.410,84 ▲0,91%S&P 500 7.676,77 ▲0,70%Nasdaq 26.169,38 ▲0,82%Euro Stoxx 50 6.116,23 ▲0,79%Apple 343,91 ▼1,10%Microsoft 532,60 ▲1,54%NVIDIA 216,00 ▲2,39%Tesla 391,62 ▲5,21%Amazon 249,09 ▲0,44%Alphabet 316,80 ▼1,06%Meta 630,56 ▼1,88%SAP 212,25 ▼1,00%Siemens 261,40 ▲1,79%Allianz 431,20 ▲0,77%Dt. Telekom 24,98 ▼1,46%BMW 57,74 ▲0,56%EUR/USD 1,12 ▼0,04%Gold 4.016,38 ▲0,07%Rohöl WTI 101,33 ▼1,88%Bitcoin 79.918,00 ▼0,53%Ethereum 2.307,38 ▼1,34%
Artikel › Herdentrieb und FOMO: Warum wir der Menge folgen

Herdentrieb und FOMO: Warum wir der Menge folgen

Von der FA Redaktion · 26.10.2026, 22:59 Uhr · mit KI-Unterstützung erstellt einordnung
Herdentrieb und FOMO: Warum wir der Menge folgen
Artikel teilen

Stand: 26.10.2026, abends

Das Wichtigste in Kürze
  • Herdenverhalten heißt: Anleger ahmen das Verhalten anderer nach (Bundesbank).
  • Es kann Märkte volatiler machen und Spekulationsblasen verstärken (Bundesbank).
  • FOMO, die Angst, etwas zu verpassen, ist ein umgangssprachlicher Begriff für den Drang, bei einem Trend mitzumachen.
  • Die ESMA warnt vor Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf Social-Media-Tipps beruhen.

Was Herdenverhalten ist

Laut Bundesbank ahmen sich Anleger an den Finanzmärkten häufig gegenseitig nach, was die klassische Finanztheorie nicht erklären kann. Das kann die Märkte volatiler machen und spekulative Blasen verstärken. Die FMA ergänzt: Gerade in Unsicherheit verringert sich oft die Zahl derer, die sich an Fakten orientieren. Der Bankenverband nennt als Beispiel den Dotcom-Boom um die Jahrtausendwende, als viele in Technologieaktien investierten, weil es „alle taten“, auch bei Unternehmen ohne solides Geschäftsmodell.

FOMO

FOMO steht für „fear of missing out“. Der Begriff ist kein Fachbegriff der Aufsichtsbehörden, beschreibt aber ein bekanntes Muster: Steigende Kurse und viele Nachrichten erzeugen den Eindruck, ein Zug fahre ab. Die ESMA hat 2021 Kleinanleger vor Handelsentscheidungen gewarnt, die ausschließlich auf Meinungsaustausch und informellen Empfehlungen in sozialen Netzwerken beruhen. Als Risiken nennt sie unzuverlässige Informationen, erhöhte Verlustgefahr durch Kursschwankungen und das Risiko von Marktmissbrauch.

Strukturbeispiel: Vor dem Trend-Kauf

Vereinfachtes Beispiel, keine Empfehlung: Ein Thema ist seit Tagen überall, ein Kurs ist stark gestiegen. Die FMA empfiehlt, kritisch zu hinterfragen, warum man eine Anlage gerade bevorzugt und warum andere unattraktiv erscheinen. Fragen: Woher kommt meine Information, und wer hat welches Interesse? Passt die Anlage zu meinem Plan und zu meiner Risikotoleranz? Würde ich sie auch kaufen, wenn niemand darüber sprechen würde? Wie viel dürfte ich verlieren, ohne dass es mein Leben verändert?

Einordnung

Mit der Menge zu handeln ist nicht per se falsch: Breit gestreute Anlagen folgen ohnehin dem Markt. Kritisch wird es, wenn der Grund allein ist, dass andere es tun. Das Gegenstück zu FOMO sind Panikverkäufe in Marktschwächen; der Bankenverband beschreibt für 2008, dass viele ihre Aktien in Panik verkauften und Verluste realisierten, die Kurse später aber teils zurückkehrten. Das ist historisch, keine Aussage über künftige Verläufe. Keine Anlageberatung.

Artikel teilen

Häufige Fragen

Ist FOMO ein wissenschaftlicher Begriff?

Es ist ein Alltagsbegriff. Wissenschaftlich beschrieben ist Herdenverhalten, das die Bundesbank als Nachahmung unter Anlegern definiert.

Sind Social-Media-Tipps verboten?

Nein. Die ESMA warnt aber vor Entscheidungen, die ausschließlich darauf beruhen, und vor dem Risiko des Marktmissbrauchs.

Was hilft gegen den Drang mitzumachen?

Ein vorher festgelegter Plan, eine Wartezeit vor Käufen und das Prüfen der Informationsquelle. Die Details stehen im Artikel zu Regeln gegen emotionale Fehler.

Quellen: Deutsche Bundesbank: Investor behaviour in theory and practice, Januar 2011 (abgerufen 26.10.2026) · FMA Österreich: Psychologische Fallen bei Anlageentscheidungen (abgerufen 26.10.2026) · Bankenverband: Fehler bei der Geldanlage - Machen Sie es besser, 05.09.2024 (abgerufen 26.10.2026) · ESMA: Risiken für Kleinanleger bei Social-Media-getriebenem Aktienhandel, 17.02.2021 (abgerufen 26.10.2026)
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und Einordnung. Er ist keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Kursdaten können verzögert oder fehlerhaft sein. Mehr dazu im Risikohinweis.