
Mehrmals im Jahr steht die Börse Kopf: Dann ist Berichtssaison, auf Englisch Earnings Season. In dieser Zeit veröffentlichen viele börsennotierte Unternehmen kurz nacheinander ihre Quartalszahlen. Auch diese Woche berichten große Namen wie SAP und Tesla, wie das Handelsblatt in seinem Wochenausblick notiert.
Die Berichtssaison ist kein offizieller Zeitraum, sondern eine Gewohnheit des Marktes. Die meisten Unternehmen schließen ihr Quartal zum selben Kalendertermin ab und berichten wenige Wochen später. So ballen sich die Veröffentlichungen vor allem in den Wochen nach Quartalsende. In den USA startet die Saison traditionell mit den großen Banken, in Deutschland folgen die Dax-Konzerne.
An der Börse zählt weniger das Ergebnis allein als der Vergleich mit der Erwartung. Verkauft ein Unternehmen mehr als erwartet und verdient mehr, kann der Kurs steigen. Enttäuscht der Ausblick, kann er fallen, selbst wenn die nackten Zahlen gut waren. Der Ausblick auf die kommenden Quartale ist oft wichtiger als der Blick zurück.
In der Berichtssaison bewegen sich Kurse oft schneller als sonst, auch über Nacht, wenn US-Konzerne nach unserem Börsenschluss berichten. Wer neu an der Börse ist, sollte wissen: Kurzfristige Sprünge nach Zahlen sind normal und keine Richtschnur für die langfristige Qualität eines Unternehmens. Dieser Artikel erklärt Begriffe und ist keine Anlageberatung.
Vor allem in den Wochen nach jedem Quartalsende, also etwa im Januar, April, Juli und Oktober. Es gibt keinen festen Starttermin.
Weil der Markt auf Erwartungen schaut. Waren die Erwartungen noch höher oder ist der Ausblick schwach, kann der Kurs trotz guter Vergangenheitszahlen fallen.
Auf den Investor-Relations-Seiten der Unternehmen. Tesla listet seinen Q3-Termin 2026 zum Beispiel auf ir.tesla.com (21.10.2026, laut Unternehmensseite).