
Die Europäische Zentralbank bleibt auf Kurs: Der EZB-Rat hat am 29. Oktober 2026 beschlossen, die drei Leitzinssätze unverändert zu belassen. Das teilt die EZB in ihrer offiziellen Pressemitteilung mit. Damit gelten weiterhin: Einlagefazilität 2,50 Prozent, Hauptrefinanzierungsgeschäfte 2,65 Prozent und Spitzenrefinanzierungsfazilität 2,90 Prozent. Diese Sätze waren zuletzt mit der Anhebung um 25 Basispunkte Mitte September festgelegt worden.
In der Mitteilung heißt es, die Energiepreise seien weiter gestiegen - das bringe Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum. Die zugrunde liegende Inflation sei bislang weitgehend stabil geblieben, die Löhne zeigten zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentliche Reaktion. Zugleich hätten sich die Finanzierungsbedingungen seit der letzten Sitzung verschärft. Der EZB-Rat bekräftigt sein Ziel, die Inflation mittelfristig bei 2 Prozent zu stabilisieren, und legt sich ausdrücklich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest - die Entscheidungen erfolgen von Sitzung zu Sitzung auf Basis der Datenlage.
Die Bestände aus den Ankaufprogrammen APP und PEPP verringern sich laut Mitteilung weiter in maßvollem Tempo, weil fällige Wertpapiere nicht wieder angelegt werden. Das Transmission Protection Instrument (TPI) steht weiterhin bereit. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erläuterte die Beschlüsse am selben Tag um 14:45 Uhr (MEZ) auf einer Pressekonferenz.
Ein unveränderter Leitzins heißt: an Kreditkonditionen und Sparzinsen ändert sich durch diesen Beschluss zunächst nichts. Wie es weitergeht, hängt laut EZB von den kommenden Daten ab - unter anderem von den heute erscheinenden Inflationszahlen für Oktober. Wir bewerten die Entscheidung nicht und geben keine Prognose ab. Die Originaltexte findest du über die Quellenlinks; die nächste geldpolitische Sitzung ist laut EZB-Kalender für den 16. und 17. Dezember 2026 terminiert.
Unverändert: Einlagefazilität 2,50 Prozent, Hauptrefinanzierung 2,65 Prozent, Spitzenrefinanzierung 2,90 Prozent (Beschluss vom 29. Oktober 2026).
Der EZB-Rat verweist auf steigende Energiepreise mit Risiken für Inflation und Wachstum, eine bislang stabile zugrunde liegende Inflation und verschärfte Finanzierungsbedingungen. Er legt sich nicht auf einen Zinspfad fest.
Die nächste geldpolitische Sitzung des EZB-Rats ist laut Sitzungskalender am 16. und 17. Dezember 2026 in Frankfurt.