
Stand: 25.10.2026, früher Morgen
Es kommt selten vor, dass beide großen Notenbanken in derselben Woche entscheiden - diese Woche ist so eine: Das Offenmarktkomitee der Federal Reserve tagt am 27. und 28. Oktober 2026 (Kalender der Fed), der EZB-Rat am 28. und 29. Oktober mit anschließender Pressekonferenz am Donnerstag (Kalender der EZB). Beide Termine stammen aus den offiziellen Kalendern der Notenbanken.
Beide Notenbanken folgen einem festen Ritual: Nach der Sitzung veröffentlichen sie eine Erklärung mit dem Zinsentscheid; die EZB beantwortet danach in der Pressekonferenz Fragen. Für die Märkte ist dabei selten die Entscheidung allein entscheidend, sondern die Begründung: Wortwahl zu Inflation und Konjunktur liefert Hinweise auf den weiteren Kurs. Deshalb reagieren Kurse oft stärker auf die Pressekonferenz als auf den Zinssatz selbst.
Bei der EZB gelten seit dem 16. September 2026 die Sätze 2,50 Prozent (Einlage), 2,65 Prozent (Hauptrefinanzierung) und 2,90 Prozent (Spitzenrefinanzierung) - so die offizielle Leitzinstabelle der EZB, abgerufen am 25. Oktober 2026. Die September-Sitzung hatte die Sätze zuletzt angehoben. Was am Mittwoch und Donnerstag beschlossen wird, ist zum Zeitpunkt dieses Artikels offen.
Die Zinsdifferenz zwischen Dollar- und Euro-Raum beeinflusst den Wechselkurs und damit die Gewinne exportierender Unternehmen. Wenn beide Banken in derselben Woche entscheiden, bündelt sich die Unsicherheit - ein Grund, warum die Woche als richtungsweisend gilt. Zur Mechanik: Zins im Glossar. Keine Anlageberatung.
Die Fed tagt am 27. und 28. Oktober 2026, der EZB-Rat am 28. und 29. Oktober mit Pressekonferenz am 29. Oktober - laut offiziellen Kalendern.
Seit 16. September 2026: Einlagesatz 2,50 Prozent, Hauptrefinanzierung 2,65 Prozent, Spitzenrefinanzierung 2,90 Prozent (EZB-Leitzinstabelle, Abruf 25.10.2026).
Meist weniger der Zinssatz selbst als die Begründung und Signale für die Zukunft in Erklärung und Pressekonferenz.