
Stand: 24.10.2026
Wer eine Dividende bekommen will, muss die Aktie zum richtigen Zeitpunkt besitzen. Drei Termine bestimmen das Geschehen: die Hauptversammlung, der Ex-Tag und der Auszahlungstag. Der wichtigste für den Kurs ist der Ex-Tag.
Die Wiener Börse definiert den Begriff in ihrem Börsenlexikon so: Ex Dividende ist ein Zusatz zum Preis, der angibt, dass an diesem Tag (dem Ex-Dividenden-Tag oder Ex-Tag) die Höhe der Dividende vom Preis des Wertpapiers abgezogen wurde (Börsenlexikon der Wiener Börse, abgerufen 24.10.2026). Ein Strukturbeispiel: Notiert eine Aktie am Vortag bei 100 Euro und beträgt die Dividende 3 Euro, eröffnet sie am Ex-Tag rechnerisch bei etwa 97 Euro - vor allen weiteren Marktbewegungen des Tages.
Maßgeblich ist der Bestand am Tag vor dem Ex-Tag: Wer die Aktie dann im Depot hält, erhält die Ausschüttung - auch wenn er sie am Ex-Tag selbst wieder verkauft. Umgekehrt bekommt ein Käufer am Ex-Tag die laufende Dividende nicht mehr. In Deutschland beschließt üblicherweise die Hauptversammlung über die Dividende; der Ex-Tag ist der erste Handelstag danach, die Auszahlung folgt wenige Tage später.
Ein verbreiteter Denkfehler: kurz vor dem Ex-Tag kaufen, Dividende kassieren, verkaufen. Der Kursabschlag neutralisiert diesen vermeintlichen Trick rechnerisch - du tauschst Kurswert gegen Ausschüttung, dazu kommen Steuern und Transaktionskosten. Die Dividende ist also kein Zubrot zum Kurs, sondern ein Umschichten von Unternehmenswert in dein Depot. Zur Kennzahl dahinter: Dividendenrendite im Glossar. Keine Anlageberatung.
Der erste Handelstag, an dem eine Aktie ohne den Anspruch auf die aktuelle Dividende notiert. Die Dividende wird rechnerisch vom Kurs abgezogen (Definition: Börsenlexikon der Wiener Börse).
Nein. Anspruch hat, wer die Aktie am Tag vor dem Ex-Tag im Depot hält.
Weil der Auszahlungsanspruch aus dem Aktienpreis herausgerechnet wird: Der Wert wandert vom Kurs in die Ausschüttung. Das ist Mechanik, keine Bewertung des Unternehmens.