
Die Deutsche Börse hat am Dienstagabend ihre Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2026 veröffentlicht. Die Zahlen fallen stark aus: Die Nettoerlöse inklusive Treasury-Ergebnis stiegen um 13 Prozent auf 1.633 Millionen Euro, das EBITDA um 16 Prozent auf 978 Millionen Euro. Die Prognose für die gesamten Nettoerlöse wurde erneut angehoben, wie der Konzern in der Mitteilung schreibt.

Ohne das Treasury-Ergebnis stiegen die Nettoerlöse um 14 Prozent auf 1.415 Millionen Euro. Sechs der acht Geschäftsbereiche wuchsen zweistellig, getragen von strukturellen Trends und einer hohen Marktaktivität im September. Das Treasury-Ergebnis legte um 7 Prozent auf 218 Millionen Euro zu und bestätigte laut Mitteilung erstmals seit 2024 die signalisierte Trendwende. Grund: das gestiegene Zinsniveau und höhere Bareinlagen der Kunden.
Das den Anteilseignern zuzurechnende Periodenergebnis erreichte 559 Millionen Euro, ein Plus von 18 Prozent. Das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokationseffekten (Cash EPS) lag bei 3,28 Euro. Die operativen Kosten stiegen um 7 Prozent auf 646 Millionen Euro, unter anderem wegen höherer aktienbasierter Vergütung und Aufwendungen für die geplante Allfunds-Übernahme. Bereinigt lag das Kostenwachstum bei rund 3 Prozent.
Quellen: Quartalsmitteilung Q3/2026, Deutsche Börse Group (20.10.2026).
Heute um 14:00 Uhr beantwortet das Management die Zahlen in der Analysten- und Investorenkonferenz. Die angehobene Prognose ist eine Unternehmensangabe, keine Garantie. Ob die Zahlen die Erwartungen einzelner Analysten treffen, bewerten die Banken unterschiedlich; wir übernehmen hier bewusst keine Ratings. Dieser Artikel ist eine Einordnung, keine Anlageempfehlung. (Stand: 21.10.2026, 08:00 Uhr.)
Nettoerlöse plus 13 Prozent auf 1.633 Millionen Euro, EBITDA plus 16 Prozent auf 978 Millionen Euro, Periodenergebnis plus 18 Prozent auf 559 Millionen Euro. Quelle: Quartalsmitteilung vom 20.10.2026.
Erlöse, die der Konzern aus Kundeneinlagen und dem Zinsumfeld erzielt, etwa über die Abwicklungstochter Clearstream. Es legte im Q3 um 7 Prozent auf 218 Millionen Euro zu.
Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr höhere Nettoerlöse als bisher kommuniziert. Das ist eine Unternehmensangabe, keine gesicherte Entwicklung.