
Stand: 24.10.2026
Die Ausschüttungsquote zeigt, welchen Teil seines Gewinns ein Unternehmen als Dividende an die Aktionäre weitergibt. Sie beantwortet eine einfache Frage: Bleibt der Gewinn im Unternehmen oder fließt er an die Eigentümer zurück?
Die Formel: Ausschüttungsquote gleich Dividende je Aktie geteilt durch Gewinn je Aktie mal 100. Strukturbeispiel mit fiktiven Werten: Ein Unternehmen erzielt 5 Euro Gewinn je Aktie und zahlt 2 Euro Dividende. Die Ausschüttungsquote beträgt 2 geteilt durch 5, also 40 Prozent. Der Rest - 60 Prozent - verbleibt als einbehaltener Gewinn im Unternehmen, etwa für Investitionen, Schuldenabbau oder Rücklagen.
Eine niedrige Quote ist nicht automatisch geizig, eine hohe nicht automatisch großzügig. Junge Wachstumsunternehmen schütten oft gar nichts aus, weil sie jeden Euro reinvestieren. Etablierte Unternehmen in ruhigen Branchen verteilen dagegen häufig einen großen Teil des Gewinns. Kritisch wird es, wenn die Quote dauerhaft über 100 Prozent liegt: Dann zahlt das Unternehmen mehr Dividende, als es verdient - das geht nur aus Rücklagen oder Fremdkapital und ist auf Dauer nicht haltbar. Ein Blick auf die Entwicklung über mehrere Jahre sagt mehr als ein Einzelwert.
Die Ausschüttungsquote misst den Gewinnanteil, die Dividendenrendite das Verhältnis der Dividende zum Aktienkurs. Beide zusammen ergeben das Bild: Die Rendite sagt, was du relativ zum Kurs bekommst, die Quote, ob sich das Unternehmen die Ausschüttung leistet. Keine Anlageberatung.
Dividende je Aktie geteilt durch Gewinn je Aktie mal 100. Beispiel: 2 Euro Dividende bei 5 Euro Gewinn ergeben 40 Prozent.
Eine allgemein gültige Zielzahl gibt es nicht. Wachstumsunternehmen schütten oft wenig oder nichts aus, etablierte Unternehmen mehr. Dauerhaft über 100 Prozent ist ein Warnsignal.
Die Ausschüttungsquote bezieht die Dividende auf den Gewinn, die Dividendenrendite auf den Aktienkurs. Erstere zeigt die Finanzierbarkeit, letztere den Ertrag relativ zum Kaufpreis.