
Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im September 2026 gegenüber August saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt heute, 5.11.2026, in der Pressemitteilung Nr. 385 meldet (vorläufige Werte). Gegenüber dem Vorjahresmonat lag er kalenderbereinigt 3,3 Prozent höher. Ohne Großaufträge stieg der Auftragseingang um 5,1 Prozent zum Vormonat. Der August wurde zugleich von minus 10,6 auf minus 10,1 Prozent revidiert.
Ein großer Teil des Anstiegs geht auf die Automobilindustrie zurück: plus 10,5 Prozent zum Vormonat, nachdem Aufträge und Produktion dort in den zwei Monaten zuvor unter anderem wegen Produktionsumstellungen und Werksferien auf niedrigem Niveau gelegen hatten. Auch der Maschinenbau legte um 8,3 Prozent zu - hier wirkte ein Großauftrag bei Maschinenverbrennungsmotoren und Turbinen. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) ging der Auftragseingang dagegen um 10,4 Prozent zurück. Bei den Gütergruppen stiegen Investitionsgüter um 5,3 Prozent, Vorleistungsgüter um 0,5 Prozent und Konsumgüter um 14,4 Prozent. Die Inlandsaufträge lagen 6,6 Prozent höher, die Auslandsaufträge 2,8 Prozent (Eurozone plus 4,5, Nicht-Eurozone plus 1,6 Prozent).
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war im September 0,2 Prozent höher als im Vormonat und 2,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 3. Quartal 2026 insgesamt 0,2 Prozent über dem 2. Quartal.
Für dich heißt das: Nach dem August-Rückgang steigen die Aufträge im Monatsvergleich wieder. Das ist eine Veränderungsrate, keine Aussage über ein positives oder negatives Auftragsniveau. Die Schwankungen zwischen den Monaten bleiben groß - der Dreimonatsvergleich zeigt die Grundrichtung am saubersten.
Plus 4,4 Prozent zum Vormonat (real, saison- und kalenderbereinigt, vorläufig) und plus 3,3 Prozent zum Vorjahresmonat, ohne Großaufträge plus 5,1 Prozent (Destatis, 5.11.2026).
Vor allem die Automobilindustrie (+10,5 Prozent) und der Maschinenbau (+8,3 Prozent), letzterer mit Hilfe eines Großauftrags bei Verbrennungsmotoren und Turbinen. Der Sonstige Fahrzeugbau fiel dagegen um 10,4 Prozent.